Immobilien in Spanien kaufen 2026 – Kosten, Steuern und Tipps

Spanien bleibt 2026 der beliebteste Auslandsimmobilienmarkt für Deutsche. Ob Altersruhesitz an der Costa del Sol, Ferienwohnung auf Mallorca oder Investitionsobjekt an der Costa Blanca – die Gründe sind vielfältig: 300 Sonnentage im Jahr, exzellente Infrastruktur, direkte Flugverbindungen und ein se

Immobilien in Spanien kaufen 2026 – Kosten, Steuern und Tipps

Spanien bleibt 2026 der beliebteste Auslandsimmobilienmarkt für Deutsche. Ob Altersruhesitz an der Costa del Sol, Ferienwohnung auf Mallorca oder Investitionsobjekt an der Costa Blanca – die Gründe sind vielfältig: 300 Sonnentage im Jahr, exzellente Infrastruktur, direkte Flugverbindungen und ein seit langem bewährter Rechtsrahmen für ausländische Käufer. Von der ersten Suche bis zur notariellen Beurkundung zeigt dieser Beitrag, welche Kosten, Steuern und rechtlichen Fallstricke 2026 auf Sie zukommen.

Kostenübersicht Immobilienkauf Spanien 2026


12 Min. Lesezeit
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Warum Spanien der beliebteste Markt für deutsche Immobilienkäufer ist

Wenn Deutsche an Immobilien in Spanien kaufen denken, haben sie meist drei Bilder im Kopf: die weißen Dörfer Andalusiens, die Buchten der Balearen oder die Vulkanlandschaften der Kanaren. Die Käufe verteilen sich seit Jahren recht gleichmäßig auf vier Hauptregionen:

Region Hauptzielgruppen Preisniveau (€/m², 2026) Besonderheit
Costa del Sol Ruheständler, Golfer, Familien 2.800 – 5.500 Höchste Dichte an Golfplätzen Europas
Costa Blanca Preisbewusste Käufer, Expats 1.600 – 3.200 Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis
Balearen (Mallorca, Ibiza) High-End, Zweitwohnsitz, Investment 4.500 – 12.000+ Strenge Bauvorschriften, hohe Wertstabilität
Kanaren (Teneriffa, Gran Canaria) Ganzjahresnutzer, Digital Nomads 2.000 – 4.000 Steuerliche Vorteile (ZEC-Zone), mildes Klima

Was alle Regionen eint: Spanien bietet EU-Rechtssicherheit, ein notarielles Beurkundungssystem, das Käufer schützt, und ein Katasteramt (Registro de la Propiedad), das Eigentumsverhältnisse transparent macht. Hinzu kommt die kulturelle Nähe – viele Spanier sprechen Deutsch oder Englisch, deutsche Ärzte, Schulen und Supermärkte sind an den Küsten Standard.


Kaufprozess Schritt für Schritt – Von der Suche bis zum Notartermin

Der spanische Kaufprozess unterscheidet sich in wichtigen Punkten vom deutschen. Wer ihn kennt, vermeidet teure Überraschungen. So läuft er ab:

Immobilienkauf Spanien Prozess Ablauf 2026

1. Suche und Besichtigung

Nutzen Sie etablierte Portale wie bixbuz.de, Idealista oder Kyero. Wichtig: Besichtigen Sie persönlich oder beauftragen Sie einen vertrauenswürdigen Property Finder. Fotos täuschen – insbesondere bei Meerblick, Lärmbelastung und Bausubstanz.

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2. Reservierungsvertrag (Contrato de Reserva)

Sobald Sie sich entschieden haben, unterzeichnen Sie einen Reservierungsvertrag und zahlen eine Anzahlung (üblich: 3.000 – 6.000 €). Das Objekt wird vom Markt genommen. Achtung: Prüfen Sie, ob der Vertrag eine Rücktrittsklausel bei negativer Due Diligence enthält. Ohne diese Klausel verlieren Sie die Anzahlung, wenn später Mängel auftauchen.

3. NIE-Nummer beantragen

Die Número de Identidad de Extranjero (NIE) ist Ihre spanische Steuernummer – ohne sie geht nichts: kein Notartermin, kein Bankkonto, keine Stromanmeldung. Beantragen Sie sie frühzeitig über das spanische Konsulat in Deutschland (ca. 4–6 Wochen) oder vor Ort bei der Policía Nacional (mit Termin, oft schneller).

4. Due Diligence – Die rechtliche Prüfung

Dies ist der wichtigste Schritt. Ihr Anwalt (Abogado) prüft:

  • Eigentumstitel (Escritura Pública) beim Grundbuchamt
  • Lastenfreiheit – Hypotheken, Pfandrechte, Embargos
  • Baugenehmigung (Licencia de Primera Ocupación) – bei Neubauten zwingend
  • Gemeindeabgaben – keine offenen IBI-Schulden des Vorbesitzers
  • Energieausweis (Certificado de Eficiencia Energética) – Pflicht seit 2013
  • Gemeinschaftskosten – Protokolle der Eigentümerversammlung der letzten 3 Jahre einsehen

Tipp: Beauftragen Sie einen unabhängigen Anwalt, nicht den vom Makler empfohlenen. Die Kosten (ca. 1–1,5 % des Kaufpreises) sind gut investiert.

5. Kaufvorvertrag (Contrato de Arras Penitenciales)

Der private Kaufvertrag regelt alle Details: Kaufpreis, Zahlungsplan, Übergabetermin, Möbelinventar, Strafklauseln bei Rücktritt. Üblich: 10 % Anzahlung bei Unterzeichnung. Bei Käufer-Rücktritt verfällt die Anzahlung; bei Verkäufer-Rücktritt muss er das Doppelte zurückzahlen (arras penitenciales).

6. Notartermin (Escritura Pública de Compraventa)

Vor dem Notar (Notario) wird der öffentliche Kaufvertrag beurkundet. Beide Parteien (oder Bevollmächtigte) müssen anwesend sein. Der Notar prüft Identität, Zahlungsfähigkeit und Lastenfreiheit am Tag der Beurkundung – nicht früher. Restkaufpreis wird per Bankcheck (cheque bancario) oder Überweisung gezahlt.

7. Eigentumseintragung (Inscripción en el Registro de la Propiedad)

Nach dem Notartermin reicht Ihr Anwalt die Escritura beim Grundbuchamt ein. Die Eintragung dauert 2–6 Wochen. Erst mit der Eintragung sind Sie rechtlich Eigentümer – nicht schon bei der notariellen Beurkundung.

8. Ummeldungen und laufende Verträge

  • Strom, Wasser, Gas auf Ihren Namen
  • Gemeindeabfallgebühr (Tasa de Basuras)
  • Gemeinschaftskosten (Cuota de Comunidad)
  • Versicherung (Seguro de Hogar) – in Spanien oft günstiger als in Deutschland

Kostenübersicht – Was der Immobilienkauf in Spanien 2026 wirklich kostet

Viele Käufer rechnen nur mit dem Kaufpreis. Die Kaufnebenkosten in Spanien liegen bei 10–13 % des Kaufpreises – deutlich höher als in Deutschland (ca. 7–10 %). So setzen sie sich zusammen:

Einmalige Kaufnebenkosten

Kostenposition Wer zahlt? Höhe (2026) Hinweis
Grunderwerbsteuer (ITP) Käufer 6–10 % (je nach Region) Bei Neubauten statt ITP: IVA 10 % + AJD 1,5 %
Notargebühren Käufer 0,5–1 % Gesetzlich geregelt, nach Kaufpreis gestaffelt
Grundbucheintragung Käufer 0,5–1 % Ebenfalls gesetzlich geregelt
Anwaltskosten Käufer 1–1,5 % Empfohlen: unabhängiger Anwalt
Maklerprovision Meist Verkäufer 3–6 % + MwSt. In Spanien oft vom Verkäufer getragen – prüfen Sie den Maklervertrag
Gutachter / Wertermittlung Käufer 300–600 € Für Hypothek oft vorgeschrieben
Übersetzung / Dolmetscher Käufer 200–500 € Notar verlangt Dolmetscher bei Nicht-Spanischsprechern

Beispielrechnung für eine 300.000 € Bestandsimmobilie an der Costa Blanca (ITP 10 %):

  • ITP (10 %): 30.000 €
  • Notar (ca. 0,8 %): 2.400 €
  • Grundbuch (ca. 0,7 %): 2.100 €
  • Anwalt (1,2 %): 3.600 €
  • Gutachter: 400 €
  • Dolmetscher: 300 €
  • Gesamt Nebenkosten: ca. 38.800 € (12,9 %)

Laufende Kosten – Jahr für Jahr

Kostenart Häufigkeit Ca. Höhe (Beispiel 300.000 € Wohnung)
IBI (Grundsteuer) Jährlich 400–1.200 € (hängt von Valor Catastral ab)
Müllgebühr (Tasa de Basuras) Jährlich 100–300 €
Gemeinschaftskosten (Cuota de Comunidad) Monatlich 80–400 € (Pool, Garten, Aufzug, Versicherung)
Versicherung (Seguro de Hogar) Jährlich 200–500 €
Einkommensteuer (Nichtansässige, IRNR) Jährlich 19 % (EU-Bürger) / 24 % (Drittstaatler) auf fiktive Mieteinnahme (ca. 1,1–2 % des Valor Catastral)
Vermögenssteuer (Impuesto sobre el Patrimonio) Jährlich Ab 700.000 € Freibetrag (regional unterschiedlich), progressiv 0,2–3,5 %

Wichtig: Als Nichtansässiger zahlen Sie IRNR (Impuesto sobre la Renta de No Residentes) auf eine fiktive Mieteinnahme – auch wenn Sie die Immobilie selbst nutzen. Die Bemessungsgrundlage ist der Valor Catastral (Katasterwert), der meist weit unter dem Marktwert liegt.

Laufende Kosten Spanien Immobilie Jahresübersicht


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Spanien 2026?

Die Nebenkosten betragen 10–13 % des Kaufpreises. Dazu gehören Grunderwerbsteuer (ITP 6–10 % bzw. IVA 10 % + AJD 1,5 % bei Neubauten), Notar (0,5–1 %), Grundbuch (0,5–1 %), Anwalt (1–1,5 %) sowie ggf. Gutachter und Dolmetscher.

Brauche ich eine NIE-Nummer für den Immobilienkauf?

Ja, die NIE (Número de Identidad de Extranjero) ist zwingend erforderlich. Ohne sie können Sie keinen Notartermin wahrnehmen, kein spanisches Bankkonto eröffnen und keine Verträge für Strom, Wasser oder Internet abschließen. Beantragen Sie sie frühzeitig über das spanische Konsulat in Deutschland (4–6 Wochen) oder vor Ort bei der Policía Nacional.

Welche Steuern zahle ich als Deutscher in Spanien?

Als Nichtansässiger zahlen Sie IRNR (19 % für EU-Bürger) auf fiktive Mieteinnahmen (ca. 1,1–2 % des Valor Catastral), IBI (Grundsteuer, jährlich 400–1.200 €), Müllgebühr (100–300 €/Jahr) und ggf. Vermögenssteuer (ab 700.000 € Freibetrag, progressiv 0,2–3,5 %). Bei Vermietung: 19 % auf Netto-Mieteinnahmen. In Deutschland sind diese Einkünfte steuerpflichtig, die spanische Steuer wird angerechnet (DBA).

Kann ich als Deutscher eine Hypothek in Spanien aufnehmen?

Ja, spanische Banken finanzieren Nichtansässige bis 60–70 % des Kaufpreises. Voraussetzungen: 30–40 % Eigenkapital + Nebenkosten, Einkommensnachweise (2–3 Jahre), Bonitätsprüfung (auch Schufa), Kreditende meist mit 70–75 Jahren. Zinsen 2026: Festzins 3,2–4,0 %, variabel 2,8–3,5 %. Alternativ bieten deutsche Banken oft günstigere Konditionen (ca. 2,8–3,4 % Festzins 10 Jahre), akzeptieren aber nicht alle die spanische Immobilie als Sicherheit.

Was ist der Unterschied zwischen ITP und IVA beim Immobilienkauf?

ITP (Impuesto sobre Transmisiones Patrimoniales) fällt bei Bestandsimmobilien an (6–10 % je nach Region). IVA (10 %) + AJD (1,5 %) fällt bei Neubauten (Erstbezug vom Bauträger) an. Gebrauchtimmobilien = ITP, Neubau = IVA + AJD. Der Käufer trägt in beiden Fällen die Steuer.

Wie lange dauert der Kaufprozess in Spanien?

Von der Reservierung bis zur Eigentumseintragung rechnen Sie mit 6–10 Wochen. Die Due Diligence (2–3 Wochen), Notartermin (nach Terminverfügbarkeit) und Grundbucheintragung (2–6 Wochen) sind die Hauptzeitfaktoren. Die NIE-Nummer sollte vor der Objektsuche beantragt werden, um Verzögerungen zu vermeiden.

Welche Region in Spanien eignet sich am besten für mich?

  • Costa Blanca: Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis, hohe Mietrendite (5–7 %), ideal für Einsteiger.
  • Costa del Sol: Höchste Lebensqualität, Golf, Infrastruktur, Preise 3.500–5.500 €/m².
  • Balearen (Mallorca/Ibiza): High-End, Wertstabilität, Preise 4.500–12.000+ €/m², strenge Vermietungsregeln.
  • Kanaren: Ganzjährig mildes Klima, steuerliche Vorteile (ZEC-Zone), wachsender Digital-Nomad-Markt, Preise 2.000–4.000 €/m².

Finanzierung – Hypothek in Spanien vs. Deutschland

Spanien Immobilien Finanzierung Vergleich 2026

Option 1: Spanische Bankfinanzierung

Spanische Banken finanzieren Nichtansässige bis 60–70 % des Kaufpreises (bei Ansässigen bis 80 %). Voraussetzungen 2026:

  • Eigenkapital: mind. 30–40 % + Nebenkosten (ca. 13 %)
  • Einkommensnachweis: letzte 2–3 Steuerbescheide, Gehaltsabrechnungen, bei Selbstständigen: Bilanzen
  • Schufa-Abfrage: spanische Banken prüfen zunehmend auch deutsche Bonität
  • Altersgrenze: Kreditende meist mit 70–75 Jahren
  • Zinsen 2026: Festzins 5–10 Jahre: 3,2–4,0 %; variabel (Euribor + Spread): 2,8–3,5 %
  • Laufzeit: max. 20–25 Jahre (bei Nichtansässigen oft kürzer)

Vorteil: Kein Währungsrisiko, Immobilie als Sicherheit, Zinsen steuerlich absetzbar (bei Vermietung). Nachteil: Höhere Zinsen als in Deutschland, strengere Bonitätsprüfung, Notar- und Grundbuchkosten für die Hypothek fallen zusätzlich an (ca. 1,5–2 % der Darlehenssumme).

Option 2: Deutsche Bank / Bausparkasse

Viele deutsche Institute finanzieren spanische Immobilien – oft zu besseren Konditionen (2026: Festzins 10 Jahre ca. 2,8–3,4 %). Voraussetzung: Die Bank akzeptiert die spanische Immobilie als Sicherheit (nicht alle tun das).

Vorteil: Günstigere Zinsen, deutscher Ansprechpartner, vertrautes Recht. Nachteil: Meist nur bis 50–60 % Beleihungsauslauf, zusätzliche Gutachterkosten in Spanien, Währungsrisiko bei variablen Zinsen (Euribor).

Option 3: Forward-Darlehen / Modernisierungskredite

Wer bereits eine Immobilie in Deutschland besitzt, kann diese beleihen (bis 60–70 % Beleihungsauslauf) und das Kapital für Spanien nutzen. Oft der günstigste Weg – Zinsen wie für deutsche Immobilien, keine spanischen Hypothekenkosten.

Unser Tipp: Vergleichen Sie immobilie spanien finanzierung Angebote aus beiden Ländern. Ein unabhängiger Finanzierungsvermittler mit Spanien-Erfahrung spart oft 0,3–0,5 % Zins – bei 200.000 € Darlehen sind das 600–1.000 € Ersparnis pro Jahr.


Rechtliche Aspekte – Erbrecht, Steuerpflicht, Doppelbesteuerung

Erbrecht – Welches Recht gilt?

Seit der EU-Erbrechtsverordnung (EuErbVO, 2015) gilt: Das Erbrecht des letzten gewöhnlichen Aufenthalts des Erblassers. Leben Sie in Deutschland, gilt deutsches Erbrecht – auch für die spanische Immobilie. Leben Sie in Spanien, gilt spanisches Erbrecht (mit Legítima – Pflichtteil für Kinder/Ehepartner, der nicht entzogen werden kann).

Gestaltungsmöglichkeit: Sie können in einem Testament Rechtswahl treffen (Art. 22 EuErbVO) – z. B. deutsches Recht wählen, auch wenn Sie in Spanien leben. Das Testament sollte notariell in Spanien errichtet werden (offenes Testament, Testamento Abierto), um spanische Formvorschriften zu erfüllen.

Steuerpflicht in Deutschland und Spanien

Steuer Spanien Deutschland
Einkommensteuer (Vermietung) 19 % (EU-Bürger) / 24 % (Nicht-EU) auf Netto-Mieteinnahmen Weltsteuerpflicht: Mieteinnahmen versteuern, spanische Steuer anrechenbar (DBA)
Spekulationssteuer (Verkauf < 10 J.) 19–23 % auf Gewinn (Progressiv) § 23 EStG: Gewinn steuerfrei nach 10 Jahren Haltefrist
Vermögenssteuer Ja (regional, ab 700.000 € Freibetrag) Nein (seit 1997 ausgesetzt)
Erbschaft-/Schenkungsteuer Regional sehr unterschiedlich (Andalusien: hohe Freibeträge, Valencia: niedrig) Nach ErbStG, Freibeträge je Verwandtschaftsgrad

Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) Deutschland–Spanien

Das DBA (2011, in Kraft seit 2013) verhindert doppelte Besteuerung:

|- Immobilienvermögen: Besteuerungsrecht hat der Belegenheitsstaat (Spanien) – Art. 6 DBA |- Mieteinnahmen: Besteuerung in Spanien (Quellenstaat), Deutschland rechnet spanische Steuer an (Anrechnungsmethode) – Art. 6 Abs. 3 DBA |- Veräußerungsgewinne: Besteuerung in Spanien, Anrechnung in Deutschland – Art. 13 DBA |- Erbschaftsteuer: Kein DBA für Erbschaftsteuer! Beide Staaten besteuern nach eigenem Recht. Kritisch: Spanien besteuert nach regionalem Recht (teils sehr hoch), Deutschland nach ErbStG. Lösung: Testament mit Rechtswahl + lebzeitige Schenkungen prüfen. Mehr zum Erbrecht Spanien ›

Expertenrat: Lassen Sie Ihre erbrechtliche und steuerliche Situation vor dem Kauf von einem Fachanwalt für internationales Erbrecht / Steuerrecht prüfen. Die Kosten (ca. 1.500–3.000 €) sind vernachlässigbar gegenüber potenziellen Steuernachzahlungen.


Regionen im Vergleich – Wo lohnt sich der Kauf 2026?

Costa del Sol (Málaga, Marbella, Estepona, Benahavís)

Kriterium Bewertung
Preisniveau Hoch (3.500–5.500 €/m²)
Mietrendite (Ferienvermietung) 4–6 % p.a.
Infrastruktur Exzellent (Flughafen Málaga, AVE, Krankenhäuser, internationale Schulen)
Lebensqualität Sehr hoch – 320 Sonnentage, Golf, Yachthäfen, Kultur
Zielgruppe Ruheständler, Wohlhabende, Golfer, Familien
Entwicklung 2026 Steigende Preise, begrenzte Neubaulandreserven, hohe Nachfrage aus Nordeuropa

Costa Blanca (Alicante, Torrevieja, Orihuela Costa, Denia, Jávea)

Kriterium Bewertung
Preisniveau Moderat (1.600–3.200 €/m²)
Mietrendite 5–7 % p.a. (starke Wintervermietung an Langzeitmieter)
Infrastruktur Gut (Flughafen Alicante, AP-7, Krankenhäuser)
Lebensqualität Hoch – Salinen (Heilklima), Strände, flaches Hinterland
Zielgruppe Preisbewusste Käufer, Überwinterer, Expats, Investoren
Entwicklung 2026 Stabil wachsend, wohnung spanien kaufen costa blanca bleibt Suchbegriff Nr. 1 für Einsteiger

Balearen – Mallorca, Ibiza, Menorca

Kriterium Bewertung
Preisniveau Sehr hoch (4.500–12.000+ €/m²)
Mietrendite 3–5 % (strenge Ferienvermietungsregeln!)
Infrastruktur Exzellent (Flughafen Palma, Autobahnring, Top-Kliniken)
Lebensqualität Höchstes Niveau – Kultur, Gastronomie, Natur, Sicherheit
Zielgruppe High-Net-Worth, Zweitwohnsitz, Family Offices
Entwicklung 2026 Neubau stark limitiert (Bauverbot auf Rustikland), Bestandsimmobilien extrem wertstabil

Kanaren – Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote, Fuerteventura

Kriterium Bewertung
Preisniveau Günstig bis moderat (2.000–4.000 €/m²)
Mietrendite 5–8 % (ganzjährige Nachfrage, Digital Nomads)
Infrastruktur Gut (zwei Flughäfen pro Hauptinsel, Häfen, Kliniken)
Lebensqualität Einzigartig – Vulkanlandschaften, ganzjährig 20–25 °C
Steuerlicher Bonus ZEC-Zone (Zona Especial Canaria): 4 % Körperschaftsteuer für Unternehmen, reduzierte IBI für Bewohner
Zielgruppe Digital Nomads, Ruheständler, Investoren, Aussteiger
Entwicklung 2026 Starker Zuzug aus Nordeuropa, steigende Preise im Süden Teneriffas und Gran Canarias

Preisvergleichstabelle 2026 (Durchschnittswerte Bestandsimmobilien, €/m²)

Region Wohnung (2 Schlafz.) Haus / Villa (3–4 Schlafz.) Jährl. Wertsteigerung (Ø 5 J.)
Costa del Sol 3.800 4.500 +4,2 %
Costa Blanca 2.100 2.600 +3,5 %
Mallorca (Inselweit) 5.200 7.800 +5,1 %
Ibiza 7.500 11.000 +6,0 %
Teneriffa (Süden) 2.400 3.100 +3,8 %
Gran Canaria (Süden) 2.600 3.300 +3,6 %

Quelle: Eigene Erhebung basierend auf Notariatsstatistiken, Idealista, Tinsa, Bank of Spain (Stand Q1 2026). Werte sind Richtwerte – Mikrolage entscheidet.

Spanien Immobilien Regionen Vergleich 2026


Fazit: Ihre Checkliste für den Spanien-Kauf 2026

Das müssen Sie wissen:

  1. Kalkulieren Sie 10–13 % Nebenkosten ein – nicht nur den Kaufpreis.
  2. Beauftragen Sie einen unabhängigen Anwalt für die Due Diligence (1–1,5 %).
  3. Prüfen Sie die Finanzierung frühzeitig – spanische Banken brauchen 6–8 Wochen, deutsche oft weniger.
  4. NIE-Nummer sofort beantragen – ohne sie geht nichts.
  5. Klären Sie Erbrecht und Steuerfragen VOR dem Kauf – nachträglich wird es teuer.
  6. Wählen Sie die Region passend zu Ihrem Profil: Rendite (Costa Blanca/Kanaren), Lebensqualität (Costa del Sol/Balearen), Wertstabilität (Mallorca/Ibiza).
  7. Nicht unter Zeitdruck kaufen – der spanische Markt verzeiht keine Übereilung.

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Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine steuerliche oder rechtliche Beratung im Einzelfall. Alle Angaben basieren auf dem Stand Juli 2026. Gesetzesänderungen, regionale Unterschiede und individuelle Umstände können Abweichungen bewirken. bixbuz.de übernimmt keine Haftung für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Informationen.

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