Hauskauf Schweiz – Kosten, Ablauf und Finanzierung 2026

Alles zum Hauskauf in der Schweiz: Eigenkapital, Hypotheken, Kaufnebenkosten und der komplette Ablauf – kompakt und aktuell für 2026.

# Hauskauf Schweiz – Kosten, Ablauf und Finanzierung 2026 Der Traum vom Eigenheim in der Schweiz ist für viele realistisch – vorausgesetzt, man kennt die Spielregeln. Anders als in anderen Ländern gelten hier strenge Eigenkapitalvorschriften, ein mehrstufiges Finanzierungssystem und spezifische Kaufnebenkosten, die schnell 5–8 % des Kaufpreises ausmachen können. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen Schritt für Schritt, was beim Hauskauf in der Schweiz auf Sie zukommt. --- ## Der Schweizer Immobilienmarkt auf einen Blick Die Schweiz zählt zu den stabilsten Immobilienmärkten weltweit. Trotz steigender Zinsen bleiben die Preise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen in vielen Regionen hoch – insbesondere im Grossraum Zürich, in der Genferseeregion und in touristisch geprägten Gebieten wie dem Tessin oder dem Berner Oberland. **Was den Schweizer Markt auszeichnet:** - **Hohe Nachfrage:** Aufgrund der begrenzten Baufläche und der stabilen Wirtschaft bleibt die Nachfrage nach Wohneigentum konstant hoch. - **Regionale Unterschiede:** Während städtische Lagen deutlich teurer sind, finden sich in ländlichen Regionen wie dem Jura, der Ostschweiz oder dem Wallis noch vergleichsweise erschwingliche Angebote. - **Langfristige Wertstabilität:** Schweizer Immobilien haben sich über Jahrzehnte als wertbeständige Anlage erwiesen, was sie trotz hoher Einstiegskosten attraktiv macht. Wer eine Immobilie kaufen möchte, sollte sich frühzeitig über die aktuellen Zinsen, regionale Preistrends und die Finanzierungsmöglichkeiten informieren. Eine gute Vorbereitung ist beim Hauskauf in der Schweiz besonders wichtig. --- ## Eigenkapital: Was Sie wirklich brauchen Die wohl wichtigste Voraussetzung für den Hauskauf in der Schweiz ist das Eigenkapital. Die Banken verlangen, dass Käufer mindestens **20 % des Kaufpreises selbst aufbringen**. Bei einem Objekt für CHF 1'000'000 sind das CHF 200'000 – ein Betrag, der gut geplant sein will. ### Die 20-%-Regel im Detail Von diesen 20 % müssen mindestens **10 % sogenanntes «hartes» Eigenkapital** sein. Damit sind Mittel gemeint, die nicht aus der beruflichen Vorsorge (Pensionskasse oder 3. Säule) stammen. Die restlichen 10 % dürfen aus der Pensionskasse oder der Säule 3a stammen. **Beispielrechnung für ein Einfamilienhaus à CHF 900'000:** | Position | Betrag | |---|---| | Gesamtes Eigenkapital (20 %) | CHF 180'000 | | Davon «hartes» Eigenkapital (Bargeld, Wertschriften) | CHF 90'000 | | Davon aus Pensionskasse / 3a | CHF 90'000 | ### Woher kommt das Eigenkapital? - **Ersparnisse und Wertschriften:** Klassische Bankeinlagen, Aktien, Obligationen oder Fonds. - **Säule 3a:** Die steuerlich abzugsfähige Vorsorge bietet eine attraktive Möglichkeit, Eigenkapital aufzubauen. - **Pensionskasse (2. Säule):** Viele Banken akzeptieren Vorbezüge aus der Pensionskasse, wobei dies die Altersvorsorge schmälert. - **Schenkungen und Erbschaften:** Werden von den Banken in der Regel akzeptiert, sofern sie frühzeitig nachgewiesen werden. > **Tipp:** Je mehr Eigenkapital Sie einbringen, desto günstiger wird in der Regel die Hypothek. Ab einem Belehnungsgrad von unter 66 % (also Eigenkapital über 34 %) entfallen zudem die Kosten für die amortisationspflichtige 2. Hypothek. --- ## Finanzierung: Hypotheken verstehen und vergleichen Die Finanzierung einer Immobilie in der Schweiz läuft fast immer über eine **Hypothek**. Anders als in vielen Nachbarländern gibt es hier kein klassisches «Annuitäendarlehen» mit fester Tilgung – stattdessen unterscheidet man zwischen der 1. und 2. Hypothek. ### 1. Hypothek (erste Hypothek) Die 1. Hypothek deckt in der Regel **bis zu 65 % des Kaufpreises** ab. Sie ist langfristig ausgelegt und muss nicht amortisiert werden, solange der Kreditnehmer das Rentenalter nicht erreicht. ### 2. Hypothek (zweite Hypothek) Die 2. Hypothek deckt die restlichen **15 % des Kaufpreises** ab. Sie muss innerhalb von **15 Jahren oder bis zum Rentenalter** vollständig getilgt werden (Amortisationspflicht). Die Zinsen sind oft geringfügig höher als bei der 1. Hypothek. ### Festhypothek vs. Variable Hypothek - **Festhypothek:** Der Zinssatz wird für 2, 3, 5 oder mehr Jahre fixiert. Ideal in einem Umfeld steigender Zinsen – bietet Planungssicherheit. - **Variable Hypothek:** Der Zinssatz passt sich dem Markt an. Geeignet für kurzfristige Finanzierungen oder wenn Sie auf sinkende Zinsen spekulieren. - **SARON-Hypothek:** Die moderne Alternative, bei der der Zinssatz an den SARON-Referenzzinssatz gekoppelt ist. Bietet mehr Flexibilität als Festhypotheken. ### Aktuelle Zinsen 2026 Die Hypothekarzinsen in der Schweiz sind 2026 weiterhin attraktiv im internationalen Vergleich. Festhypotheken für 5 Jahre bewegen sich je nach Anbieter und Belehnungsgrad im Bereich von **1,5 % bis 2,5 %**. Es lohnt sich, verschiedene Anbieter zu vergleichen – die Unterschiede zwischen Banken und Versicherungen können mehrere Tausend Franken pro Jahr ausmachen. --- ## Schritt für Schritt: Der Ablauf beim Hauskauf Von der ersten Besichtigung bis zur Unterschrift beim Notar vergehen in der Schweiz typischerweise **drei bis sechs Monate**. Hier der typische Ablauf: ### 1. Finanzierung klären (Vorab) Bevor Sie auf Immobiliensuche gehen, holen Sie sich eine **Hypothekarbestätigung** (Vorabklärungsgespräch) bei Ihrer Bank ein. Diese Bestätigung zeigt Ihnen, wie viel Sie sich leisten können, und gibt Ihnen bei Verhandlungen eine starke Verhandlungsposition. ### 2. Suche und Besichtigung Nutzen Sie Portale wie bixbuz.ch, um aktuelle Angebote zu durchsuchen. Achten Sie bei der Besichtigung auf: - Bausubstanz und allfällige Renaturierungsbedürfnisse - Lage, Anbindung und Infrastruktur - Energieeffizienz (Heizung, Isolation, GEAK-Wert) ### 3. Offerte und Verhandlung Haben Sie ein passendes Objekt gefunden, reichen Sie ein **Kaufangebot** ein. In der Schweiz wird der Kaufpreis fast immer verhandelt – eine Preissenkung von 5–10 % ist je nach Marktlage durchaus üblich. ### 4. Kaufvertrag und Notar Nach Einigung wird der Kaufvertrag durch einen **Notar** beurkundet. Der Notar ist unabhängig und vertritt die öffentlichen Interessen. Er prüft das Grundbuch, klärt allfällige Vormerkungen und begleitet die Eigentumsübertragung. ### 5. Eigentumsübertragung und Schlüsselübergabe Nach Zahlung des Kaufpreises und aller Nebenkosten wird das Eigentum im Grundbuch auf Sie übertragen. Am vereinbarten Datum findet die Schlüsselübergabe statt. --- ## Kaufnebenkosten: Was neben dem Preis anfällt Beim Hauskauf in der Schweiz fallen neben dem Kaufpreis zusätzliche Kosten an, die oft unterschätzt werden. Rechnen Sie mit **3–5 % des Kaufpreises** für die sogenannten Erwerbsnebenkosten. ### Übersicht der wichtigsten Nebenkosten | Kostenpunkt | Typische Höhe | |---|---| | **Handänderungssteuer** | 0–3,3 % je nach Kanton (z. B. ZH: 1,5 %, BE: 2,0 %) | | **Notariatskosten** | 0,1–0,3 % des Kaufpreises | | **Grundbuchgebühren** | 0,1–0,2 % des Kaufpreises | | **Schätzungsgebühren** | pauschal ca. CHF 500–1'500 | | **Maklerprovision** | 0–5 % (falls Makler beigezogen wird) | ### Laufende Nebenkosten Neben den einmaligen Erwerbskosten sollten Sie auch die laufenden Kosten einkalkulieren: - **Hypothekarzinsen:** Je nach Höhe der Hypothek und Zinssatz mehrere Tausend Franken pro Jahr. - **Unterhalt und Reparaturen:** Rechnen Sie mit 1 % des Immobilienwerts pro Jahr. - **Versicherungen:** Gebäudeversicherung, Hausratsversicherung, Privathaftpflicht. - **Nebenkosten (Betriebskosten):** Wasser, Strom, Heizung, Kehricht, Hauswart. --- ## Rechtliche Besonderheiten: Was Ausländer wissen müssen ### Lex Koller Die **Lex Koller** regelt den Erwerb von Wohnimmobilien durch Personen im Ausland. Für EU-/EFTA-Bürger gelten seit 2012 gelockerte Bestimmungen: Sie dürfen eine **primäre Wohnimmobilie** erwerben, wenn sie dort ihren Hauptwohnsitz begründen. Der Erwerb von Ferienwohnungen oder Renditeobjekten unterliegt weiterhin Einschränkungen. ### Grundbuch und Eigentum Das Schweizer Grundbuch ist öffentlich und bietet hohe Rechtssicherheit. Jede Transaktion wird eingetragen, und allfällige Belastungen (Hypotheken, Dienstbarkeiten, Vormerkungen) sind transparent ersichtlich. ### Bauzone und Nutzung Stellen Sie sicher, dass die gewünschte Immobilie in einer Bauzone liegt und die Nutzung Ihren Plänen entspricht. Eine Umnutzung (z. B. von Gewerbe zu Wohnen) erfordert eine Baubewilligung und kann erhebliche Kosten verursachen. --- ## Tipps für Erstkäufer Der erste Hauskauf ist ein grosses Projekt. Mit der richtigen Vorbereitung vermeiden Sie die häufigsten Fehler: 1. **Eigenkapital früh aufbauen:** Je mehr Sie selbst einbringen, desto günstiger die Finanzierung und desto geringer das Risiko. 2. **Budget realistisch planen:** Rechnen Sie nicht nur den Kaufpreis, sondern auch die Nebenkosten, laufende Kosten und einen allfälligen Renaturierungsbedarf ein. 3. **Mehrere Finanzierungsangebote einholen:** Vergleichen Sie mindestens drei Anbieter – Banken, Versicherungen und Online-Hypothekargeber. 4. **Eine Immobilienbewertung prüfen lassen:** Lassen Sie das Objekt unabhängig schätzen, um den Kaufpreis zu validieren. 5. **Den Zustand prüfen:** Ein professionelles Building Inspection (Baugutachten) kann versteckte Mängel aufdecken und vor bösen Überraschungen schützen. 6. **Langfristig denken:** Ein Haus ist eine langfristige Investition. Berücksichtigen Sie Ihre Lebensplanung – Familienwachstum, berufliche Veränderungen, Alter. --- ## Häufige Fragen zum Hauskauf in der Schweiz **Wie viel Eigenkapital brauche ich für ein Haus in der Schweiz?** Sie benötigen mindestens 20 % des Kaufpreises als Eigenkapital. Davon müssen 10 % aus «harten» Mitteln stammen (Bargeld, Wertschriften). Die weiteren 10 % dürfen aus der Pensionskasse oder der Säule 3a stammen. **Kann ich als EU-Bürger ein Haus in der Schweiz kaufen?** Ja, unter bestimmten Bedingungen. Wenn Sie einen Hauptwohnsitz in der Schweiz begründen, dürfen Sie als EU-/EFTA-Bürger eine Wohnimmobilie erwerben. Ferienwohnungen und Renditeobjekte unterliegen weiterhin der Lex Koller. **Was kostet der Notar beim Hauskauf?** Die Notariatskosten liegen typischerweise bei 0,1–0,3 % des Kaufpreises, zuzüglich Grundbuchgebühren. Bei einem Objekt für CHF 900'000 sind das rund CHF 1'500–3'000. **Muss ich die Hypothek vollständig tilgen?** Die 1. Hypothek (bis 65 % des Kaufpreises) muss nicht amortisiert werden, solange Sie im Erwerbsalter sind. Die 2. Hypothek (15 % des Kaufpreises) ist innerhalb von 15 Jahren oder bis zum Rentenalter zu tilgen. **Wie hoch sind die laufenden Kosten für ein Eigenheim?** Rechnen Sie mit etwa 1 % des Immobilienwerts pro Jahr für Unterhalt und Reparaturen, zuzüglich Hypothekarzinsen, Versicherungen und Betriebskosten (Heizung, Wasser, Strom). --- ## Immobilienangebote entdecken Sie sind bereit für den nächsten Schritt? Durchstöbern Sie aktuelle Immobilienangebote auf [bixbuz.ch](https://bixbuz.ch) und finden Sie Ihr Traumhaus in der Schweiz – mit detaillierten Inseraten, Fotos und Lageinformationen. --- *Dieser Artikel wurde zuletzt am 17. Juli 2026 aktualisiert. Die Angaben dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Finanz- oder Rechtsberatung.*
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# Hauskauf Schweiz – Kosten, Ablauf und Finanzierung 2026 Der Traum vom Eigenheim in der Schweiz ist für viele realistisch – vorausgesetzt, man kennt die Spielregeln. Anders als in anderen Ländern gelten hier strenge Eigenkapitalvorschriften, ein mehrstufiges Finanzierungssystem und spezifische Kaufnebenkosten, die schnell 5–8 % des Kaufpreises ausmachen können. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen Schritt für Schritt, was beim Hauskauf in der Schweiz auf Sie zukommt. --- ## Der Schweizer Immobilienmarkt auf einen Blick Die Schweiz zählt zu den stabilsten Immobilienmärkten weltweit. Trotz steigender Zinsen bleiben die Preise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen in vielen Regionen hoch – insbesondere im Grossraum Zürich, in der Genferseeregion und in touristisch geprägten Gebieten wie dem Tessin oder dem Berner Oberland. **Was den Schweizer Markt auszeichnet:** - **Hohe Nachfrage:** Aufgrund der begrenzten Baufläche und der stabilen Wirtschaft bleibt die Nachfrage nach Wohneigentum konstant hoch. - **Regionale Unterschiede:** Während städtische Lagen deutlich teurer sind, finden sich in ländlichen Regionen wie dem Jura, der Ostschweiz oder dem Wallis noch vergleichsweise erschwingliche Angebote. - **Langfristige Wertstabilität:** Schweizer Immobilien haben sich über Jahrzehnte als wertbeständige Anlage erwiesen, was sie trotz hoher Einstiegskosten attraktiv macht. Wer eine Immobilie kaufen möchte, sollte sich frühzeitig über die aktuellen Zinsen, regionale Preistrends und die Finanzierungsmöglichkeiten informieren. Eine gute Vorbereitung ist beim Hauskauf in der Schweiz besonders wichtig. --- ## Eigenkapital: Was Sie wirklich brauchen Die wohl wichtigste Voraussetzung für den Hauskauf in der Schweiz ist das Eigenkapital. Die Banken verlangen, dass Käufer mindestens **20 % des Kaufpreises selbst aufbringen**. Bei einem Objekt für CHF 1'000'000 sind das CHF 200'000 – ein Betrag, der gut geplant sein will. ### Die 20-%-Regel im Detail Von diesen 20 % müssen mindestens **10 % sogenanntes «hartes» Eigenkapital** sein. Damit sind Mittel gemeint, die nicht aus der beruflichen Vorsorge (Pensionskasse oder 3. Säule) stammen. Die restlichen 10 % dürfen aus der Pensionskasse oder der Säule 3a stammen. **Beispielrechnung für ein Einfamilienhaus à CHF 900'000:** | Position | Betrag | |---|---| | Gesamtes Eigenkapital (20 %) | CHF 180'000 | | Davon «hartes» Eigenkapital (Bargeld, Wertschriften) | CHF 90'000 | | Davon aus Pensionskasse / 3a | CHF 90'000 | ### Woher kommt das Eigenkapital? - **Ersparnisse und Wertschriften:** Klassische Bankeinlagen, Aktien, Obligationen oder Fonds. - **Säule 3a:** Die steuerlich abzugsfähige Vorsorge bietet eine attraktive Möglichkeit, Eigenkapital aufzubauen. - **Pensionskasse (2. Säule):** Viele Banken akzeptieren Vorbezüge aus der Pensionskasse, wobei dies die Altersvorsorge schmälert. - **Schenkungen und Erbschaften:** Werden von den Banken in der Regel akzeptiert, sofern sie frühzeitig nachgewiesen werden. > **Tipp:** Je mehr Eigenkapital Sie einbringen, desto günstiger wird in der Regel die Hypothek. Ab einem Belehnungsgrad von unter 66 % (also Eigenkapital über 34 %) entfallen zudem die Kosten für die amortisationspflichtige 2. Hypothek. --- ## Finanzierung: Hypotheken verstehen und vergleichen Die Finanzierung einer Immobilie in der Schweiz läuft fast immer über eine **Hypothek**. Anders als in vielen Nachbarländern gibt es hier kein klassisches «Annuitäendarlehen» mit fester Tilgung – stattdessen unterscheidet man zwischen der 1. und 2. Hypothek. ### 1. Hypothek (erste Hypothek) Die 1. Hypothek deckt in der Regel **bis zu 65 % des Kaufpreises** ab. Sie ist langfristig ausgelegt und muss nicht amortisiert werden, solange der Kreditnehmer das Rentenalter nicht erreicht. ### 2. Hypothek (zweite Hypothek) Die 2. Hypothek deckt die restlichen **15 % des Kaufpreises** ab. Sie muss innerhalb von **15 Jahren oder bis zum Rentenalter** vollständig getilgt werden (Amortisationspflicht). Die Zinsen sind oft geringfügig höher als bei der 1. Hypothek. ### Festhypothek vs. Variable Hypothek - **Festhypothek:** Der Zinssatz wird für 2, 3, 5 oder mehr Jahre fixiert. Ideal in einem Umfeld steigender Zinsen – bietet Planungssicherheit. - **Variable Hypothek:** Der Zinssatz passt sich dem Markt an. Geeignet für kurzfristige Finanzierungen oder wenn Sie auf sinkende Zinsen spekulieren. - **SARON-Hypothek:** Die moderne Alternative, bei der der Zinssatz an den SARON-Referenzzinssatz gekoppelt ist. Bietet mehr Flexibilität als Festhypotheken. ### Aktuelle Zinsen 2026 Die Hypothekarzinsen in der Schweiz sind 2026 weiterhin attraktiv im internationalen Vergleich. Festhypotheken für 5 Jahre bewegen sich je nach Anbieter und Belehnungsgrad im Bereich von **1,5 % bis 2,5 %**. Es lohnt sich, verschiedene Anbieter zu vergleichen – die Unterschiede zwischen Banken und Versicherungen können mehrere Tausend Franken pro Jahr ausmachen. --- ## Schritt für Schritt: Der Ablauf beim Hauskauf Von der ersten Besichtigung bis zur Unterschrift beim Notar vergehen in der Schweiz typischerweise **drei bis sechs Monate**. Hier der typische Ablauf: ### 1. Finanzierung klären (Vorab) Bevor Sie auf Immobiliensuche gehen, holen Sie sich eine **Hypothekarbestätigung** (Vorabklärungsgespräch) bei Ihrer Bank ein. Diese Bestätigung zeigt Ihnen, wie viel Sie sich leisten können, und gibt Ihnen bei Verhandlungen eine starke Verhandlungsposition. ### 2. Suche und Besichtigung Nutzen Sie Portale wie bixbuz.ch, um aktuelle Angebote zu durchsuchen. Achten Sie bei der Besichtigung auf: - Bausubstanz und allfällige Renaturierungsbedürfnisse - Lage, Anbindung und Infrastruktur - Energieeffizienz (Heizung, Isolation, GEAK-Wert) ### 3. Offerte und Verhandlung Haben Sie ein passendes Objekt gefunden, reichen Sie ein **Kaufangebot** ein. In der Schweiz wird der Kaufpreis fast immer verhandelt – eine Preissenkung von 5–10 % ist je nach Marktlage durchaus üblich. ### 4. Kaufvertrag und Notar Nach Einigung wird der Kaufvertrag durch einen **Notar** beurkundet. Der Notar ist unabhängig und vertritt die öffentlichen Interessen. Er prüft das Grundbuch, klärt allfällige Vormerkungen und begleitet die Eigentumsübertragung. ### 5. Eigentumsübertragung und Schlüsselübergabe Nach Zahlung des Kaufpreises und aller Nebenkosten wird das Eigentum im Grundbuch auf Sie übertragen. Am vereinbarten Datum findet die Schlüsselübergabe statt. --- ## Kaufnebenkosten: Was neben dem Preis anfällt Beim Hauskauf in der Schweiz fallen neben dem Kaufpreis zusätzliche Kosten an, die oft unterschätzt werden. Rechnen Sie mit **3–5 % des Kaufpreises** für die sogenannten Erwerbsnebenkosten. ### Übersicht der wichtigsten Nebenkosten | Kostenpunkt | Typische Höhe | |---|---| | **Handänderungssteuer** | 0–3,3 % je nach Kanton (z. B. ZH: 1,5 %, BE: 2,0 %) | | **Notariatskosten** | 0,1–0,3 % des Kaufpreises | | **Grundbuchgebühren** | 0,1–0,2 % des Kaufpreises | | **Schätzungsgebühren** | pauschal ca. CHF 500–1'500 | | **Maklerprovision** | 0–5 % (falls Makler beigezogen wird) | ### Laufende Nebenkosten Neben den einmaligen Erwerbskosten sollten Sie auch die laufenden Kosten einkalkulieren: - **Hypothekarzinsen:** Je nach Höhe der Hypothek und Zinssatz mehrere Tausend Franken pro Jahr. - **Unterhalt und Reparaturen:** Rechnen Sie mit 1 % des Immobilienwerts pro Jahr. - **Versicherungen:** Gebäudeversicherung, Hausratsversicherung, Privathaftpflicht. - **Nebenkosten (Betriebskosten):** Wasser, Strom, Heizung, Kehricht, Hauswart. --- ## Rechtliche Besonderheiten: Was Ausländer wissen müssen ### Lex Koller Die **Lex Koller** regelt den Erwerb von Wohnimmobilien durch Personen im Ausland. Für EU-/EFTA-Bürger gelten seit 2012 gelockerte Bestimmungen: Sie dürfen eine **primäre Wohnimmobilie** erwerben, wenn sie dort ihren Hauptwohnsitz begründen. Der Erwerb von Ferienwohnungen oder Renditeobjekten unterliegt weiterhin Einschränkungen. ### Grundbuch und Eigentum Das Schweizer Grundbuch ist öffentlich und bietet hohe Rechtssicherheit. Jede Transaktion wird eingetragen, und allfällige Belastungen (Hypotheken, Dienstbarkeiten, Vormerkungen) sind transparent ersichtlich. ### Bauzone und Nutzung Stellen Sie sicher, dass die gewünschte Immobilie in einer Bauzone liegt und die Nutzung Ihren Plänen entspricht. Eine Umnutzung (z. B. von Gewerbe zu Wohnen) erfordert eine Baubewilligung und kann erhebliche Kosten verursachen. --- ## Tipps für Erstkäufer Der erste Hauskauf ist ein grosses Projekt. Mit der richtigen Vorbereitung vermeiden Sie die häufigsten Fehler: 1. **Eigenkapital früh aufbauen:** Je mehr Sie selbst einbringen, desto günstiger die Finanzierung und desto geringer das Risiko. 2. **Budget realistisch planen:** Rechnen Sie nicht nur den Kaufpreis, sondern auch die Nebenkosten, laufende Kosten und einen allfälligen Renaturierungsbedarf ein. 3. **Mehrere Finanzierungsangebote einholen:** Vergleichen Sie mindestens drei Anbieter – Banken, Versicherungen und Online-Hypothekargeber. 4. **Eine Immobilienbewertung prüfen lassen:** Lassen Sie das Objekt unabhängig schätzen, um den Kaufpreis zu validieren. 5. **Den Zustand prüfen:** Ein professionelles Building Inspection (Baugutachten) kann versteckte Mängel aufdecken und vor bösen Überraschungen schützen. 6. **Langfristig denken:** Ein Haus ist eine langfristige Investition. Berücksichtigen Sie Ihre Lebensplanung – Familienwachstum, berufliche Veränderungen, Alter. --- ## Häufige Fragen zum Hauskauf in der Schweiz **Wie viel Eigenkapital brauche ich für ein Haus in der Schweiz?** Sie benötigen mindestens 20 % des Kaufpreises als Eigenkapital. Davon müssen 10 % aus «harten» Mitteln stammen (Bargeld, Wertschriften). Die weiteren 10 % dürfen aus der Pensionskasse oder der Säule 3a stammen. **Kann ich als EU-Bürger ein Haus in der Schweiz kaufen?** Ja, unter bestimmten Bedingungen. Wenn Sie einen Hauptwohnsitz in der Schweiz begründen, dürfen Sie als EU-/EFTA-Bürger eine Wohnimmobilie erwerben. Ferienwohnungen und Renditeobjekte unterliegen weiterhin der Lex Koller. **Was kostet der Notar beim Hauskauf?** Die Notariatskosten liegen typischerweise bei 0,1–0,3 % des Kaufpreises, zuzüglich Grundbuchgebühren. Bei einem Objekt für CHF 900'000 sind das rund CHF 1'500–3'000. **Muss ich die Hypothek vollständig tilgen?** Die 1. Hypothek (bis 65 % des Kaufpreises) muss nicht amortisiert werden, solange Sie im Erwerbsalter sind. Die 2. Hypothek (15 % des Kaufpreises) ist innerhalb von 15 Jahren oder bis zum Rentenalter zu tilgen. **Wie hoch sind die laufenden Kosten für ein Eigenheim?** Rechnen Sie mit etwa 1 % des Immobilienwerts pro Jahr für Unterhalt und Reparaturen, zuzüglich Hypothekarzinsen, Versicherungen und Betriebskosten (Heizung, Wasser, Strom). --- ## Immobilienangebote entdecken Sie sind bereit für den nächsten Schritt? Durchstöbern Sie aktuelle Immobilienangebote auf [bixbuz.ch](https://bixbuz.ch) und finden Sie Ihr Traumhaus in der Schweiz – mit detaillierten Inseraten, Fotos und Lageinformationen. --- *Dieser Artikel wurde zuletzt am 17. Juli 2026 aktualisiert. Die Angaben dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Finanz- oder Rechtsberatung.*